Europa | Gereistes

Luxemburg, der schöne Nachbar

1. Juni 2019

Hallo Ihr Lieben,

mal wieder konnte ich am langen Wochenende über Ostern nicht widerstehen und bin ein paar Tage auf Tour gewesen. Für so kurze Zeit wollte ich nicht zu weit weg und vor allem wieder mit dem Auto unterwegs sein. Also habe ich mir Google Maps genau angesehen und unsere Nachbarn entdeckt. Luxemburg. Unseren Nachbarn hatte ich bisher überhaupt nicht auf dem Schirm. Schnell noch ein paar Bilder angeguckt und Reiseberichte gelesen und schon stand mein Ziel fest. Ich nehme es vorweg: Es lohnt sich!

Nach nur 3 Stunden Fahrt hatte ich mein erstes Ziel erreicht. Schloss Bourscheid ist eine mittelalterliche Burgruine im Nordwesten des Landes. Von hier aus hat man einen schönen Blick auf die Umgebung. Im Eintrittsgeld ist ein Audioguide enthalten, der einem jede Menge über die Geschichte und die einzelnen (kaum noch zu erkennenden) Räume der Burg erklärt.

Weiter ging’s direkt zum nächsten Schloss. Genauer gesagt, zwei Schlösser bzw. Burgen. Die Anlage Beaufort besteht aus einer Burg, die nach dem 30jährigen Krieg nicht mehr als Wohngebäude genutzt wurde. Der derzeitige Besitzer begann direkt nebenan eine neue Residenz zu bauen und überließ die Burg dem Verfall. Heute ist die Ruine zur Besichtigung freigegeben. Die „neue“ Residenz wurde bis 2012 tatsächlich von der derzeitigen Schlossherrin bis zu ihrem Tod bewohnt. Schon 2013 wurden auch diese Räumlichkeiten der Besichtigung freigegeben.

Allerdings muss man hier eine Tour buchen. Bei der Tour werden die Wohnräume, die Außenanlagen mit Schlossgarten sowie die ehemalige Brennerei besichtigt. Am Ende der Besichtigung darf man noch den Cassero-Likör, der noch immer im Schlosskeller produziert wird, probieren. Sehr süß, aber auch sehr lecker 🙂

Den nächsten Tag hatte ich mir für das Müllerthal reserviert. Jede Menge Natur pur. Wer mich kennt, weiß, ich wandere nicht. Jedenfalls nicht freiwillig. Aber hier waren die Wege doch sehr einladend und ich bin den ein oder anderen Meter in den Wald gegangen. Besonders sehenswert natürlich DER Fotospot für alle Touristen: Schiessertümpel. Ein süßer, kleiner Fluss, der als dreiarmiger Wasserfall unter einen hübschen Brücke herfließt. Wenn man ein paar Meter in den Wald geht, hat man auch tatsächlich direkt wieder Ruhe 😉

Leider habe ich den Namen des Ortes vergessen, an dem ich einen weiteren Stop gemacht habe. Auch hier konnte man wunderschön ein paar Meter gehen. Für echte Wanderfreunde ist das Müllerthal übrigens ein Paradies. Hunderte Kilometer Wanderwege findet man hier in allen Schwierigkeitsstufen.

Am Ende des Tages ging es weiter Richtung Süden. An der Mosel entlang über Schengen nach Bad Mondorf, wo meine Unterkunft auf mich wartete. Die Fahrt an der Mosel war wie erwartet voller Aussicht. Was kann schon schief gehen, wenn man einem Fluss folgt, der links und rechts Weinberge beherbergt? 😉

Am nächsten Tag dann weiter Richtung Osten. Über verschiedene Orte, z. B. Esch an der Alzette, wo ein Markt mit lokalen Produkten stattfand, bin ich nach Belval, um mir die Hochhofen-Anlagen anzusehen. Ganz schön beeindruckend, selbst wenn man es nur von außen sehen kann. Das Museum dazu hatte leider geschlossen.

Da dies mein Tag der industriellen Kultur war, bin ich noch nach Remelange gefahren, um an einer Tour durch eine ehemalige Eisenerzmine teilzunehmen. Himmel, war das kalt da unten! Solltet ihr so etwas mal besichtigen wollen, zieht euch warm an. Diese nass-kalte Luft war kaum auszuhalten. Kaum zu glauben, dass die Menschen da gearbeitet haben. Und dann noch zu den schlimmsten Bedingungen. Die Führung war wirklich super. Wir haben von den ersten Bergbauern bis zur letzten Maschine alles kennengelernt. Sehr beeindruckend!

Der nächste Tag war dann auch schon wieder Rückreisetag. Trotzdem konnte ich es nicht lassen, noch ein altes Gemäuer zu besichtigen. Burg Vianden soll eine der schönsten des Landes sein. Zumindest ist sie sehr groß und aufwändig restauriert. Hier kann man viel Zeit mit Herumstreifen verbringen. Alles in allem ein schöner Abschluss für ein schönes Wochenende!

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Wer sich an dieser Stelle fragt, warum ich nicht in Luxemburg Stadt war… War ich. Allerdings hatten die Idee wohl auch alle anderen Ausflügler. Nach etwas über einer Stunde Rumgekurve und noch immer ohne Parkplatz bin ich weitergefahren. Vielleicht ein anderes Mal. Wenn kein Feiertag ist. 😉

Bis demnächst
Eure M.

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