Europa | Gereistes

Irland Rundreise

10. Oktober 2019

Hallo zusammen,

ich habe es ja schon angekündigt. Diesen Herbst hat es mich nach Irland auf eine Rundreise verschlagen. Und ich bin begeistert. So viel Natur! Und Burgen… und Strand… und Wald… und Ruinen… und Wiesen… und überhaupt. Ach, ich komme aus dem Schwärmen gar nicht mehr raus.

Gelandet in Dublin haben wir nur den Mietwagen abgeholt und uns direkt auf den Weg gen Westen gemacht zu unserer ersten Unterkunft in der Nähe von Galway. Schon auf dieser ersten Strecke habe ich das Phänomen der Iren kennen gelernt. Man darf hier so schnell fahren wie man kann. 😉 Zumindest als Tourist. Fast auf allen Straßen ist entweder 80 oder 100 km/h. Gerne stehen die Schilder direkt vor 90 Grad Kurven. Oder die Straßen sind so eng, dass man bei dem Tempo keine Chance hätte, dem Gegenverkehr auszuweichen. Ich habe mich oft schon gefreut, wenn ich 70 km/h erreicht habe. Na ja, die Iren sehen das wohl anders. Aber die üben das ja auch täglich 😀

Unsere Rundreise startete am nächsten Tag direkt nach dem Frühstück. Wir sind aufgebrochen zum Connemara Nationalpark und meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Es gab so viele tolle Sachen zu sehen. Als erstes haben wir uns Kylemoore Abbey angesehen. Allerdings nur von außen. Es waren für unseren Geschmack einfach zu viele Touristen vor Ort. Ganze Busladungen wurden dort „abgeliefert“.

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Und ich bin gewandert! Am Diamond Hill gab es verschiedene Wanderwege. Einer ging etwas über eine Stunde und damit noch vertretbar für mich 😉 Wir wurden mit einer Wahnsinnsaussicht belohnt. Und es hat tatsächlich auch nur genieselt. 

Auf dem Weg zurück zur Unterkunft sind wir die Upper Sky Road gefahren. Auch hier sind wir mit tollen Aussichten belohnt worden. Sogar die Wolkendecke riss auf.

Am nächsten Tag ging es als Erstes zu den Cliffs of Moher. Es hat in Strömen geregnet und dick verpackt in Regenkleidung sind wir an den Klippen entlang gelaufen. Es war trotzdem schön. Ich kann verstehen, dass es eine der meist besuchten Sehenswürdigkeiten ist.

Von dort aus sind wir weiter zum Poulnabrone Dolmen. Diese Steine  waren einmal der Eingang zu einer Grabkammer. Ein kurzer Stopp hat uns gereicht, da es noch immer geregnet hat und das Gehen auf dem steinigen Untergrund eine echte Herausforderung.

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Wir sind lieber schnell weiter nach Killimer, wo wir die Fähre Richtung Süden genommen haben. Unser nächstes Ziel war die Dingle-Halbinsel. Auf dem Weg dorthin haben wir noch ein paar nette Sachen gefunden, wie zum Beispiel das Dunguaire Castle Nähe Kinvara.

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Auf der Halbinsel angekommen nieselte es auch nur noch und wir konnten die Schönheiten auf dem Slea Head Drive genießen und ein paar Stopps einlegen. Unter anderem haben wir uns Steinhäuser und sogenannte Bienenkorbhütten angesehen. Die haben mit Bienen nix zu tun. Der Name leitet sich von der Form ab, in der die Hütten irgendwann lange vor Christus gebaut wurden.

Die nächste Etappe führte uns auf den Ring of Kerry. Wir hatten Glück und sind nicht allzu vielen Reisebussen begegnet. Wir haben einen kleinen Stopp in Caherciveen eingelegt und dabei diese Burg gefunden, die heute ein Museum beherbergt.

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Leider hat es auch an diesem Tag wieder ohne Ende geregnet, so dass unsere Stopps nicht besonders zahlreich und eher kurz ausfielen. Was wir uns nicht entgehen lassen konnten, war das Spiel der Wellen in der Nähe vom Ballinskellings Castle. Wir waren völlig durchnässt, aber die Naturgewalten waren einfach zu faszinierend.

Von hier aus sind wir weiter zum Killarny Nationalpark. Auf dem Weg dorthin haben wir bei Leamaneh dieses Haus entdeckt. Durch die Krähen wirkt es irgendwie ein wenig spooky, oder? 🙂

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Später haben wir an Molls Gap noch mal eine Wanderung eingelegt. Ich weiß, schon wieder wandern … Aber mein Bruder wandert gern und so lange es sich in Grenzen hält, bin ich dabei.

Im Nationalpark selbst wollten wir gern die Muckross Abbey und den Torc Wasserfall sehen. Auch hier musste man wieder ein ganzes Stück laufen. Meine Wanderschuhe hatten nun definitiv ihren Namen verdient 😉 Dafür hat es sich aber mal wieder gelohnt, denn es war ein insgesamt schöner Rundgang.

Die nächste Etappe war der Ring of Beara. Hier haben wir ein wenig Zeit im Gleninchaquin Park verbracht. Eigentlich wollten wir einen Steinkreis sehen, aber den haben wir nicht gefunden. Die Straße Der Weg wurde irgendwann so schlecht, dass wir nicht weiterfahren wollten. Der Regen hat sein Übriges dazu getan. Trotzdem haben wir die Zeit hier nicht bereut. Die Ausblicke waren phantastisch.

Südlich von Castletownbere haben wir einen weiteren Stopp am Dunboy Castle eingelegt. Die Ruine selbst habe ich mir imposanter vorgestellt und das Manor war leider nicht zugänglich. Wie schon viele Male vorher war auch hier eine kleine Wanderung notwendig, um ans Ziel zu kommen. Und wieder hat es genieselt. Langsam ging einem der Regen echt auf die Nerven. Gut, dass wir passende Kleidung mit hatten.

Insgesamt hat uns der Ring of Beara nicht völlig überzeugt. Die beiden anderen „Finger“ hatten schon mächtig vorgelegt mit ihrer Aussicht. Da wir am nächsten Tag viele Kilometer vor uns hatten, haben wir den Abend relativ früh ausklingen lassen. Am nächsten Morgen ging es dann weiter Richtung Osten. Auf dem Weg zum Gougane Barra Forest Park haben wir u. a. noch einen kurzen Stopp für das Carriganas Castle bei Kealhill eingelegt. Im Park selbst haben wir diese niedliche Kirche am See, endlich einen Steinkreis (Drombeg) und wieder jede Menge Natur gefunden.

Den letzten Tag haben wir im Wicklow Mountains Nationalpark, südlich von Dublin verbracht. Wir hatten Glück und endlich mal fast den ganzen Tag keinen Regen! Das kam uns sehr gelegen, da wir auch hier wieder wandern wollten. In den Wicklow Mountains gibt es unzählige Wanderwege. Wir hatten uns einen ausgesucht, der auch so ca. eine Stunde gehen sollte. Unterwegs hat wohl irgendein Spaßvogel die Schilder verdreht. Anders konnten wir uns nicht erklären, warum der ausgeschilderte Wanderweg plötzlich kein Weg mehr, sondern nur noch ein Trampelpfad war, durch dichtes Gestrüpp führte und wir am Ende sogar über einen Zaun klettern mussten, um wieder auf einen befestigten Weg zu kommen. So anstrengend es war, so lustig war es auch. Und am Ende haben wir auch den gesuchten Wasserfall gefunden. Nur hat die Runde so locker etwas über zwei Stunden gedauert. Da hatten wir uns das Abendessen auch verdient.

Damit war die Woche auch schon rum. 🙁 Am nächsten Morgen ging es nach einem leckeren irischen Frühstück leider schon zurück zum Flughafen.

Jetzt ist erst mal Reisepause. Den nächsten Reisebericht wird es erst wieder im nächsten Jahr geben. Hier ist auch schon was in Planung. Wenn euch meine Reise durch Irland gefallen hat, dürft ihr gern einen Kommentar da lassen oder auch den „like“ Button drücken. Außerdem geht der Artikel zur Urlaubs-Linkparty vom Nähfrosch.

Liebe Grüße und bis bald
eure M

Wenn du mich magst, dann klick mich!
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